Comat Studio – Franziskas visionärer Brückenschlag zwischen Design, Innovation und Nachhaltigkeit

Interview mit Franziska Seehausen

Franziska gestaltet nachhaltige Innovationen erlebbar – mit Design, Kommunikation und kreativer Beratung. Mit Comat Studio schafft sie Brücken zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft und zeigt, wie zukunftsorientiertes Denken durch visuelle Gestaltung und strategische Prozesse greifbar wird. Im Interview erzählt sie, wie eine Idee auf einem Roadtrip im VW-Bus zur Gründung ihres eigenen Studios führte und warum sie Design als Schlüssel für systemischen Wandel sieht. Wie Zukunft, Nachhaltigkeit und Kreativität bei Comat Studio zusammenfinden, erfährst du im Gründungsinterview.

 

OM7: Was ist deine Gründungsidee?

Franziska: Comat Studio ist ein Designstudio für Kommunikationsdesign, Innovation und Wandel – mit dem Ziel, Brücken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu bauen und gemeinsam eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Die Gründungsidee ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, nachhaltige und zukunftsfähige Innovationen sichtbar und erlebbar zu machen – und diese wachsen zu lassen. Kernstück dabei sind Kommunikationsdesign, strategische Beratung und die Verbindung von Forschung mit kreativen Lösungen. Als Gründerin von Comat Studio möchte ich Zukunftsszenarien und Erfindungen in die Praxis übersetzen, die Kreislaufwirtschaft Realität werden lassen und Wissenstransfer ermöglichen – durch Erlebnisse, Ausstellungen oder Modelle, die Teilhabe fördern, ob als Gesellschaft oder als Konsument:innen.

OM7: Erzähle uns deine Gründungsgeschichte. Wie kam es dazu, dass du deine Geschäftsidee entwickelt hast?

Franziska: Durch meine Erfahrung in Forschungsprojekten und Innovationsteams ist mir aufgefallen, dass eine Lücke zwischen Forschung, Industrie und Gesellschaft besteht – es wird oft eine andere Sprache gesprochen, es gelten unterschiedliche Timelines. So können Erfindungen und Innovationen erst spät ihre Wirkung entfalten oder werden zum Teil nie umgesetzt.

Das möchte ich ändern – insbesondere heute, in Zeiten des Wandels in Wirtschaft und Umwelt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Design ein kraftvolles Werkzeug sein kann, um neue Perspektiven zu eröffnen und Wandel zu gestalten. Kommunikation und Kreativität machen komplexe gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen greifbar, sichtbar und diskutierbar. Oft hatte ich in meinen vorherigen Positionen das Gefühl, meine vielfältigen Kompetenzen aus Kommunikationsdesign, strategischem Denken, Materialexpertise und Experience Design nicht richtig einbringen zu können.

Daraus entstand der Wunsch, etwas Eigenes und Sinnstiftendes zu schaffen, das gemeinsam mit einem Team wachsen kann. Dieser Wunsch war schon länger da – nur fehlten der Mut und der passende Rahmen.

Letztes Jahr war es dann so weit: Auf dem Weg im VW-Bus zum Surfen am Strand war die Idee für Comat Studio plötzlich da. Die Schnittstelle zwischen Kommunikation und Material(isierung), Nachhaltigkeit und Design, die Zukunft zu „materialisieren“ – so entstand auch der Name.

Comat Studio verwandelt Ideen und Innovationen in erlebbare Erfahrungen und strategische Konzepte – zum Beispiel neue Materialien oder Circular Fashion. Es ist für mich der perfekte Ort, um meine vielfältigen Fähigkeiten einzusetzen und gleichzeitig einen Beitrag zu leisten – von Nachhaltigkeit und menschenzentrierter Innovation bis hin zu gesellschaftlichem Wandel.

OM7: Welche Herausforderungen hast du während des Gründungsprozesses erlebt? Wie bist du damit umgegangen?

Franziska: Oh, es gab – und gibt – deutlich mehr Herausforderungen als gedacht. Besonders die Geduld wurde oft auf die Probe gestellt – sei es bei der Projekt- und Kundenakquise, der Bürokratie oder einfach beim Reifenlassen meines Herzensprojekts. Es ging darum, den Prozess der Gründung zu genießen und neue Herausforderungen als Lernchancen anzunehmen.

Oft macht man Dinge, die wenig mit der eigentlichen Gestaltungs- oder inhaltlichen Arbeit zu tun haben. Stattdessen ist man beschäftigt mit Messebesuchen, Konferenzen, LinkedIn-Posts oder Verkaufsgesprächen – Letztere fallen mir besonders schwer oder fühlen sich einfach noch ungewohnt an.

Manchmal ist ChatGPT meine nächste Ansprechpartnerin – das ist schon ziemlich kurios.

Ich habe viel ausprobiert: Journaling, monatliche Reflexionen, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Ich habe bewusst Pausen eingelegt und den Austausch mit anderen Gründer:innen gesucht und angenommen. Fragen zu stellen und offen für Hilfe zu sein, hat mir sehr geholfen. „Gemeinsam“ ist das Stichwort – auch wenn man zunächst „allein“ gründet, gibt es viele Menschen im Umfeld, die Erfahrungen teilen oder Wissen weitergeben können.

OM7: Welche Aspekte deiner persönlichen oder beruflichen Erfahrung fließen in deine Unternehmensgeschichte ein?

Franziska: Es fließen viele Jahre Erfahrung aus verschiedenen Branchen und Kontinenten ein – von der Kreativbranche und Ausstellungsgestaltung über Feldforschung für Off-Grid-Solarprodukte in Ostafrika bis hin zum Innovations- und Nachhaltigkeitsbereich in der Sport- und Textilbranche.

Ich habe immer versucht, die Dinge miteinander zu verbinden, die ich kann und liebe: Kommunikationsdesign, strategisches Denken, Materialexpertise und Experience Design. Für mich gibt es selten eine einfache Jobbeschreibung – vielmehr verfolge ich einen vielseitigen Ansatz, den ich bewusst lebe.

OM7: Was ist dein Ziel/Wunsch für dich und dein Unternehmen im kommenden Jahr?

Franziska: Mein größtes Ziel ist es, die Gründungsphase hinter mir zu lassen und mich wieder mehr auf die gestalterische und inhaltliche Arbeit zu konzentrieren. Ich wünsche mir, dass mir die Arbeit weiterhin so viel Freude bereitet, dass ich morgens voller Energie aufstehe und spüre: Die Idee, die im VW-Bus entstand, ist Realität geworden – und sie funktioniert.

Einige größere Projekte mit Budget und Volumen, die es ermöglichen, im Team zu arbeiten, wären großartig.

OM7: Wie hilft dir die KREATIV Garage und das OM7 bei der Umsetzung deines Business?

Franziska: Die KREATIV Garage und das OM7 bieten mir ein wertvolles Netzwerk für den Austausch während der Gründungsphase. Darüber hinaus ist es eine Plattform, um mich zu positionieren und potenziell neue Kund:innen zu gewinnen. Sie geben mir einen Ort zum Arbeiten und Netzwerken – und vor allem das wichtige Gefühl von Zusammenhalt.

OM7: Was bedeutet für dich die Teilnahme bei der KREATIV Garage?

Franziska: Als Gestalterin bin ich ein großer Fan von Rahmen und Restriktionen – sie helfen mir, bessere Entscheidungen zu treffen. Die KREATIV Garage gibt mir genau diesen unsichtbaren Rahmen: eine monatliche Struktur durch wertvolle Workshops und ein Gefühl der Verbundenheit. Die Workshops und das Wissen unterstützen mich dabei, auf meinem Weg dranzubleiben und meine Ziele zu erreichen.

Franziska Seehausen

#Zukunftsgestalterin #Brückenbauerin #DesignStrategin #Materialvisionärin 

Dein Weg zu mir:

www.comat.studio/

Instagram: comatstudio

 

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