OM7: Was ist deine Gründungsidee?
Lea: Brand- und Webdesign für dein Business mit Sinn und Impact.
OM7: Erzähle uns deine Gründungsgeschichte. Wie kam es dazu, dass du deine Geschäftsidee entwickelt hast?
Lea: Als ich in einem Designstudio gearbeitet habe, wurde mir das Brand Design für einen Kunden anvertraut. Ich war sehr aufgeregt, als der Tag der Präsentation kam. Dort erzählte ich die Herleitung des Logos und wie ich die Werte der Geschäftsführer in das Design eingearbeitet hatte. Als dann ein paar Tränen bei meinem Gegenüber flossen, merkte ich, wie kraftvoll Brand Design wirklich sein kann: nicht nur für das „Außen“, sondern vor allem für die Unternehmer selbst – mit neuem Selbstvertrauen ihr eigenes Business präsentieren und dabei vollkommen das Gefühl haben: „Das bin ich.“
Dieser Moment hat mir gezeigt: Da steckt noch mehr dahinter, was ich gerne entdecken würde.
Als die Firma, für die ich damals arbeitete, uns Mitarbeiter finanziell nicht mehr tragen konnte, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin in die Selbstständigkeit gesprungen. Ich wollte noch eigenschöpferischer arbeiten und näher an den Menschen sein, für die ich gestalte. Mein Wunsch: Art for the Heart – Kunst fürs Herz. Denn meine Arbeit hat viel mit Kunst zu tun, die uns hilft, eine Verbindung zu uns selbst und unserem Gegenüber zu finden.
OM7: Welche Herausforderungen hast du während des Gründungsprozesses erlebt? Wie bist du damit umgegangen?
Lea: Ich habe gemerkt: Ich brauche jemanden, der mich an die Hand nimmt. Zu Beginn gab es viele Fragezeichen, und neue Perspektiven haben sich bei mir erst langsam „unter der Erdoberfläche“ geformt – ohne gleich sichtbare Ergebnisse zu erzielen. Was mir in dieser Zeit am meisten geholfen hat, war meine Gründercoachin. Mit ihr habe ich mich von „kleinmachenden“ Denkmustern gelöst und konnte mir selbst erlauben, Design und Kreativität neu für mich zu definieren.
OM7: Welche Aspekte deiner persönlichen oder beruflichen Erfahrung fließen in deine Unternehmensgeschichte ein?
Lea: Empathie ist etwas, das mir meine Eltern mitgegeben haben, und ich liebe es, Menschen ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist eines der Dinge, die mir meine Kunden immer wieder spiegeln: „Ich fühle mich so gesehen und gehört.“
Geholfen hat mir auch, dass ich in der Firma, für die ich damals arbeitete, gemeinsam mit meinem Chef jemanden zur Brand Designerin ausbilden durfte. Das hat mir viel Freude bereitet, und dadurch habe ich den Prozess noch einmal ganz neu verinnerlicht.
Wenn man weiter zurückblickt, haben noch weitere Dinge beeinflusst, warum ich heute das mache, was ich mache: Meine Mutter – sie ist freischaffende Künstlerin. Von ihr habe ich die Liebe zur Kreativität gelernt. Und auch mein Designstudium an der TH Nürnberg hat mir gezeigt: Ich will in keiner anderen Branche arbeiten als dieser. Das ist genau meins.
OM7: Was ist dein Ziel/Wunsch für dich und dein Unternehmen im kommenden Jahr?
Lea: Mein Wunsch ist, dass meine Kunden mit einem Leuchten in den Augen ihr Brand Design in den Händen halten – und dass viele Unternehmerinnen und Unternehmer in die ästhetische und authentische Sichtbarkeit kommen, die sie und ihre Arbeit verdient haben.
Außerdem möchte ich gerne ein paar neue Kanäle bespielen und ein zweites Standbein aufbauen: Workshops, die Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung vereinen.
OM7: Wie hilft dir die KREATIV Garage und das OM7 bei der Umsetzung deines Business?
Lea: Ich erhalte Antworten auf Fragen, die ich mir tagtäglich stelle – z. B. wie ich den Angebotsprozess optimiere, wann es sinnvoll ist, eine zweite Idee mit aufzunehmen. Und vor allem lernen wir gemeinsam: nicht mehr alleine vor dem Bildschirm, sondern mit der Möglichkeit, uns im „real life“ zu sehen und gegenseitig zu ermutigen.
OM7: Was bedeutet für dich die Teilnahme bei der KREATIV Garage?
Lea: Knowledge – Reflection – Empowerment. Gemeinsam reflektieren und spiegeln wir unsere Ideen – und man kommt auf Lösungen, die man selbst nie gesehen hätte. Gleichzeitig bewegen wir uns in einer Atmosphäre, die ermutigt und in der man voneinander lernen kann. Ich bin sehr dankbar dafür, denn ich bin kein Fan der „Ellenbogengesellschaft“, die es manchmal in Designer-Kreisen gibt. Ich glaube daran, dass wir weiter wachsen, wenn wir mit Gleichgesinnten auf dem Weg sind. :)