In Between
Zukunft jenseits von 0 und 1
WWir leben in einer Welt, die in Gegensätzen denkt. 0 oder 1. Richtig oder falsch. Gut oder böse. Das reduziert Komplexität. Das Problem entsteht, wenn wir das Modell mit der Wahrheit verwechseln.
Dann entstehen blinde Flecken. Und die haben Kosten.
In der Medizin zum Beispiel: Jahrzehntelang galten männliche Normwerte als Standard für Dosierungen, Diagnosen, Therapien. Dass Krankheiten sich anders äußern, Medikamente anders wirken können, wurde systematisch übersehen.
In der Wirtschaft dasselbe: Der Homo oeconomicus. rational, autonom, nutzenmaximierend klingt neutral. Ist er aber nicht. Seine Kerneigenschaften sind historisch männlich kodiert: Das Modell geht von einem Subjekt aus, das keine Fürsorgeverpflichtungen hat, keine emotionalen Abhängigkeiten, keine Brüche im Lebenslauf. Also von jemandem, dem zu Hause jemand anderes den Rücken freihält.
Und obwohl die Verhaltensökonomie längst gezeigt hat, dass Menschen so nicht funktionieren, prägt das Modell bis heute Strukturen, Bewertungen, Karrierepfade. Rechnet man den Wert unbezahlter Care-Arbeit in Löhne um, wäre das BIP rund 40 Prozent höher – 1,2 Billionen Euro pro Jahr. Arbeit, die das System trägt und in keiner Statistik auftaucht.
Und auf dem Spektrum menschlicher Geschlechtlichkeit sind „männlich" und „weiblich" ohnehin bloß zwei Punkte. Wer nicht reinpasst, wurde schlicht übersehen; in Strukturen, Karrieren, Forschung.
Die Frage ist nicht, ob wir das aufbrechen sollten. Sondern wie? Und was wir gewinnen, wenn wir es tun.
Ambiguitätstoleranz ist kein netter Soft Skill, sie ist eine der härtesten Anforderungen unserer Zeit. Wer mit Komplexität umgehen kann, trifft bessere Entscheidungen. In Unternehmen. In Führung. In der Gesellschaft.
Gemeinsam mit unseren Panelgästen fragen wir: Wie denken wir Arbeit, Führung und Gesellschaft neu – jenseits von Entweder-oder?
Diese Ausgabe entsteht in Kollaboration mit dem XR Hub Nürnberg sowie dem Projekt Women in Tech des NIK e.V., das sich für mehr Sichtbarkeit und Vernetzung von Frauen in der Tech-Branche einsetzt.
Agenda
- ab 17:30 Uhr: Einlass: Schnappt euch ein Getränk!
- ab 18:00 Uhr: Impuls: Quantencomputing: Die Zukunft ist nicht binär
- ab 18:20 Uhr: Panel-Diskussion
Anschließend ist Zeit und Raum für Austausch und Networking bei kühlen Getränken und Snacks in besonderer Atmosphäre.
Panel-Reihe “Snack the Future”
Bei der OM7-Panel-Reihe “Snack the Future: Wie übersetzen Unternehmen große Zukunftsszenarien in konkretes Handeln?” diskutieren wir in regelmäßigen Abständen, wie Unternehmen kreativ und praxisnah mit Unsicherheit und Wandel umgehen – Let’s talk future, down-to-business!
Dein kostenfreies Ticket
Termin
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18. Nov. 2026
Einlass: 17:30
Beginn: 18:00 Uhr
Ende: 20:00 Uhr
OM7 Gründungs-und Kreativzentrum
Obermaierstraße 7, 90408 Nürnberg
Veranstalter OM7